Die Kurzantwort
Die Lichtfarbe wird in Kelvin angegeben: Warmweiß liegt unter 3.300 K, Neutralweiß zwischen 3.300 und 5.300 K, Tageslichtweiß darüber. Lumen geben an, wie viel Licht der Spiegel abstrahlt, Watt, wie viel Leistung er aufnimmt. Die Schutzart IP44 bedeutet Schutz gegen Fremdkörper ab 1 mm und gegen Spritzwasser aus allen Richtungen.
Im Datenblatt eines LED-Spiegels stehen oft Angaben wie „4000 K“, „770 lm“, „6 W“ und „IP44“. Sie entscheiden darüber, wie das Licht wirkt und wo der Spiegel hängen darf. Dieser Ratgeber erklärt die vier wichtigsten Werte und worauf Sie beim Vergleichen achten.
Lichtfarbe: Kelvin statt Wörter
Die Lichtfarbe beschreibt, ob Licht eher gelblich-warm oder bläulich-kühl wirkt. Gemessen wird sie als Farbtemperatur in Kelvin (K). Je höher der Wert, desto kühler erscheint das Licht. Gebräuchliche Leuchtmittel werden in drei Gruppen eingeteilt (Farbtemperatur, Wikipedia):
| Bezeichnung | Farbtemperatur | Wirkung |
|---|---|---|
| Warmweiß | unter 3.300 K | gelblich, gemütlich |
| Neutralweiß | 3.300 bis 5.300 K | weiß, sachlich |
| Tageslichtweiß | über 5.300 K | bläulich, wie Tageslicht |
Bei LEDs entsteht das weiße Licht meist durch eine Leuchtstoffschicht auf einem blauen Chip. So lassen sich gezielt bestimmte Lichtfarben herstellen (Farbtemperatur, Wikipedia). Viele LED-Spiegel lassen sich zwischen warm- und kaltweiß umschalten oder stufenlos dazwischen einstellen.
Verlassen Sie sich beim Vergleichen auf die Kelvin-Zahl, nicht auf das Wort. Die Bezeichnungen werden nicht einheitlich verwendet: Mancher Hersteller nennt 4.000 K schon kaltweiß, ein anderer 3.000 K neutralweiß (Lichtfarbe, Wikipedia). Steht im Datenblatt „2700–6500 K“, deckt der Spiegel den ganzen Bereich ab.
Welche Lichtfarbe passt ins Bad?
Das hängt davon ab, wofür Sie den Spiegel nutzen. Für Arbeitsplätze und Büros wird neutralweißes Licht um 4.000 K empfohlen, weil es weniger ermüdet und bei Tag und Nacht einen angenehmen Kompromiss bildet (Lichtfarbe, Wikipedia). Am Badspiegel ist das ähnlich: Zum Rasieren, Schminken oder für Kontaktlinsen ist klares, neutrales Licht hilfreich. Warmweiß wirkt dagegen gemütlich und passt zum Abend. Wer beides möchte, wählt einen Spiegel mit einstellbarer Lichtfarbe.
Lumen und Watt: Helligkeit und Leistung
Lumen (lm) ist die Einheit des Lichtstroms. Er gibt an, wie viel für das menschliche Auge wahrnehmbares Licht eine Lichtquelle abstrahlt (Lichtstrom, Wikipedia). Je höher der Wert, desto heller der Spiegel. Watt (W) dagegen sagt nur, wie viel elektrische Leistung der Spiegel aufnimmt, nicht wie hell er ist. Zwei Spiegel mit derselben Wattzahl können unterschiedlich hell sein. Vergleichen Sie deshalb die Lumen, wenn der Händler sie angibt.
Wie hell der Spiegel wirken soll, hängt vom Raum ab. In einem kleinen, hell gefliesten Bad reicht weniger Licht als in einem großen Bad mit dunklen Wänden. Eine Dimmfunktion nimmt Ihnen die Entscheidung ab: Sie stellen den Spiegel so hell ein, wie es gerade passt.
Farbwiedergabe: Ra oder CRI
Manche Datenblätter nennen den Farbwiedergabeindex, abgekürzt Ra oder CRI. Er beschreibt, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle aussehen (Farbwiedergabeindex, Wikipedia). Je höher der Wert, desto echter wirken Hautton und Make-up. Steht kein Wert im Datenblatt, lässt sich die Farbwiedergabe nicht vergleichen.
Schutzart: was IP44 bedeutet
Die Schutzart gibt an, wie gut ein elektrisches Gerät gegen Fremdkörper und Wasser geschützt ist. Sie besteht aus den Buchstaben IP und zwei Ziffern (Schutzart, Wikipedia):
- Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper und Berührung. Eine 4 bedeutet: geschützt gegen feste Fremdkörper ab 1,0 mm Durchmesser.
- Die zweite Ziffer steht für den Schutz gegen Wasser. Eine 4 bedeutet: geschützt gegen Spritzwasser aus allen Richtungen. Eine 0 bedeutet: kein Schutz gegen Wasser.
IP44 ist bei LED-Spiegeln eine häufige Angabe. IP20 heißt dagegen: geschützt gegen Fremdkörper ab 12,5 mm, also gegen das Berühren mit dem Finger, aber nicht gegen Wasser. Welche Schutzart an welcher Stelle im Bad nötig ist, hängt vom Abstand zu Wanne und Dusche ab. Das beurteilt die Elektrofachkraft, die den Spiegel anschließt.
Worauf Sie im Datenblatt achten
- Lichtfarbe in Kelvin, bei umschaltbaren Spiegeln den ganzen Bereich.
- Lumen, wenn angegeben, statt nur Watt.
- Schutzart, meist IP44.
- Stromversorgung: fester Anschluss oder Stecker. Ein fester Anschluss im Bad gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.
- Extras wie Dimmfunktion, Spiegelheizung oder Steckdose.
In unserer Auswahl an LED-Spiegeln finden Sie diese Angaben im Detailfenster jedes Modells, soweit der Händler sie nennt. Über die Filter können Sie nach einstellbarer Lichtfarbe, Dimmfunktion und Spiegelheizung suchen.
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